WIE KANNST DU BELTANE FEIERN

Das Jahreskreisfest Beltane

Wenn sich die männliche Kraft des Himmels(Gott – Phallus =Stamm des Maibaumes) mit der weiblichen Erde (Göttin – Vulva = Kranz am Maibaum)verbindet, dann ist das Fest von Beltane. Das Tor zum Sommer wird geöffnet. In dieser Nacht werden die Fruchtbarkeit und die Lust ganz hoch gefeiert.

Die Tore zu den Anderswelten stehen wieder weit offen. Mit berauschenden Getränken wird getanzt bis in die Mitternacht.

Beltane liegt im keltischen Jahreskreis genau in der Mitte zwischen der Frühlings -Tagundnachtgleiche und der Sommersonnenwende. Der 5.te Vollmond nach Yule.

Lebensfreude und Freudenfeuer wurden entfacht. Zum Schutz vor Krankheiten oder sich einfach näher zu verbinden, sprangen Pärchen über die großen Feuer.

Um hohe Fruchtbarkeit zu bringen, liebten sie sich mitten in den Feldern.
Es war die so genannte Freinacht und dies bedeutete auch, dass freie Partnerwahl war. In dieser Nacht waren die Gesetze aufgehoben.

Kränze aus Gundlrebe wurden getragen, die eine Verbindung zur Welt der Götter darstellen sollte.
Männer trugen manchmal ein Hirschgeweih am Kopf,  als Trophäe in der Heiligen Nacht. Er war der „grüne Mann“.

Dem Christentum war dieser heidnischen Brauch nicht verbunden.

Teuflische Bilder wurden hervorgebracht und behauptet, dass sich die Hexen in der Walpurgisnacht mit dem Teufel trafen um wilde Orgien zu feiern.

Walpurga(Göttin) wurde früher als weiße Frau mit feuerroten Schuhen (Erdwärmung) mit einem Spiegel(Spiegel der Seele) einer goldenen Krone (Sonnedarstellung) und Spindel (das verspinnen des Schicksals) dargestellt.

Die feuerroten Schuhe symbolisierten die Erdwärmung. Der Spiegel – den Spiegel der Seele, die goldene Krone – die Sonne und die Spindel – das verspinnen des Schicksals.

Das Verknüpfen der Bänder durch den Bändertanz am so genannten Maibaum, symbolisiert ein erotisches Geschehen unter den Geschlechtern aus. So auch die Verknüpfung der drei Welten (Himmel, Erde, Anderswelt).

WANN WIRD BETANE GEFEIERT

In der Zeit, wo es keinen Kalender gab, richtete sich vieles nach dem Mond. So auch das Fest Beltane. Es wurde zum Vollmond im Mai gefeiert und dauerte wie so viele andere Jahreskreisfeste über mehrere Tage so wie Nächte. Die Kraft des Mondes ist, so wie heute auch- einige Tage vor bzw. einige Tage nach Vollmond intensiv spürbar.

DAS FEST BEI DEN KELTEN

Zu Beltane begann für die Kelten die Sommerzeit, es war der Jahrestag zur hellen Jahreszeit und stand der Jahresnacht zu Samhain genau gegenüber.  Es war die Zeit, wo die Schöpferkraft der Göttin Mutter Erde mit der Fruchtbarkeit des Gottes Vater Himmel miteinander verschmolzen.

Geehrt wurde auch das Licht der Sonne, das zu Mitternacht mit großem Feuer entzündet wurde, das die Kraft und Wärme des Sommers symbolisierte. Die Tore zur Anderswelt standen weit offen, so dass der Kontakt  zu den Naturwesen, Ahnen und Göttern besonders leicht war. Berauschende Getränke stärkten die Bewusstseinserweiterung und verhalfen zu ekstatischen Tänzen und Ereignissen.

Frauen und Männer vereinigten sich zu lustvollen Ritualen und liebten sich in den Feldern. Möge die Frucht des Feldes zur Ernte beitragen. Während diesem sexuellen Ritual, war das Bündnis der Ehen aufgehoben, es galt die Freinacht.

So verbanden sich nicht nur Mann und Frau, sondern auch der göttliche Vater Himmel mit der göttlichen Mutter Erde.

Kinder die aus dieser Nacht geboren wurden, bezeichnete man als Kinder der Gottheiten.

DIE PRIESTERIN UND DER GRÜNE MANN

In der Freinacht symbolisierte die Priesterin das weibliche, die zu Beltane ihre Jungfräulichkeit verlor und zur erwachsenen Frau wurde.

Der Grüne Mann oder auch Priester genannt, symbolisierte das männliche, der zu Beltane geschlechtsfähig war. Er gab seinen Samen an die Priesterin ab und machte sich dadurch unsterblich. So begann der immerwährende Zyklus vom Geboren werden und Sterben.

Der Grüne Mann bzw. göttliche Vater oder Priester ist daher unsterblich, weil er durch die Priesterin oder göttliche Mutter Erde  zur Wintersonnenwende an Yule  wieder geboren wird.

Mann und Frau sind gleichermaßen, weder das ein noch das andere Prinzip kann alleine existieren, nur so kann sich das Jahresrad immer und ewig weiter drehen!

Beltane 2

BRAUCHTUM ZU BELTANE

Der Maibaum ist wahrscheinlich aus dem heidnischen und symbolisierte die Vereinigung von Mann und Frau. Der Stamm des Baumes stellte den männlichen Phallus(Glied des Mannes) dar, der auf dieser Weise als Fruchtbarkeitssymbol der Erde versinnbildlicht.

Der angebundene Kranz bezeichnete die weibliche Vulva. Ohne diese zeugende Kraft gab es keine Fruchtbarkeit. Der Baum galt als Schamanenbaum oder Lebensbaum, der die Welten miteinander verband. Das Verweben oder Verknüpfen der Bänder, war dem Bändertanz gewidmet und drückte ein erotisches Geschehen unter den Geschlechtern, als auch die Verknüpfung der drei Welten- Himmel, Erde und der Anderswelt aus.

Das durch den Tanz zufällige aufeinander treffen von Mann und Frau verbandelte die Bänder am Baum. Daher wahrscheinlich auch der Ausdruck vom „anbandeln“ bei jungen Geschlechtern.

NATURRITUAL ZU BELTANE – die Verbindung zwischen Vater Himmel und Mutter Erde

Seit je her waren und sind  Bäume ein Heiligtum und wertvolle Begleiter. Man feierte und ehrte sie, dazu gingen Menschen hinaus in die Natur und verbanden sich mit ihnen. So auch zu Beltane, meist war es die Fichte. Zu diesem Fest vereinigten sich Vater Himmel und Mutter Erde miteinander. Nur ein gut verwurzelter Baum,  kann hoch hinaus zum Himmel wachsen, so auch du- wenn du gut mit Mutter Erde verwurzelt bist.

Gehe hinaus in die Natur, suche dir einen kraftvollen Baum und stelle dich zu ihm.

Lege deine Hände auf seine Rinde und erinnere dich daran, dass auch er irgendwann einmal aus einem einzigen Samenkorn entstand. Er lag gut gebettet im Schoß von Mutter Erde, er begann zu keimen und schlug Wurzeln. Erst waren es ganz kleine, später wurden sie kräftiger und verankerten sich immer Tiefer in das Erdinnere.

Wenn Vater Himmel weinte, so versorgte er gleichzeitig alles Sein auf der Erde und rief den Baum auf, zu wachsen, in die Höhe zu kommen und seine Äste nach allen Richtungen auszubreiten. So begann sein Leben, verwurzelt mit Mutter Erde und Verbunden zu Vater Himmel.

Mache dir bewußt, was passiert, wenn du dich selbst- genau an dem Platz wo du gerade in der Natur stehst, tief mit Mutter Erde verwurzelst.

Werde selbst zum Baum.

Spüre wie dir Wurzeln aus deiner Fußsohle wachsen und sich ganz tief und fest in den Erdboden ranken.

Nichts kann dich mehr „umhauen“ – nichts kann dich entwurzeln, denn durch die Verbundenheit mit ihr, nährt sie dich. Sie gibt dir etwas zurück. Die Kraft die sie gerade in den Moment aussendet, lässt dich selbst nach oben wachsen. Nach oben zu Vater Himmel.

In diesem Moment wird dir bewußt, wie kraftvoll du in deinem Inneren bist, so kraftvoll wie der Baum, der vor dir steht.

Du kannst dieses Naturritual nicht nur zu Beltane machen, sondern immer dann, wenn du dich entwurzelt oder kraftlos fühlst.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein wundervolles Beltanefest, wie auch immer du es für dich feiern möchtest!

Podcast mit Alexandra Skala 2

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