Woher kommt Ostara und welche Bräuche werden immer noch gelebt – Wege ins ICH mit Heilpflanzen

Woher kommt Ostara und welche Bräuche werden immer noch gelebt

Ostern Ostara, Osterfest

Ostern hat seine Wurzeln im heidnischen Brauch.Es ist das Frühlingsfest wo die Göttin Ostara im Frühjahr verehrt wurde.
Gemeinsam mit ihrem Begleiter dem Hasen – der für die wiederkehrende Fruchtbarkeit und Lebenslust steht.  Das zunehmende Licht – das Erwachen der Natur und der Neubeginn wurde in hohem Ausmaß geehrt und gefeiert.
Es ist die Auferstehung der Natur – heute ist es die Auferstehung Christi.   Bis heute haben sich Rituale oder Bräuche rund um Ostern – Ostara gehalten. 

WANN WIRD OSTERN GEFEIERT

Dieses Fest ist an keinem fixiertem Datum wie etwa Weihnachten zu feiern. Ostara richtet sich nach dem Mond. Das Fest wird frühestens am Wochenende zum 22. März oder spätestens am 25. April gefeiert und es ist IMMER der „ersten Frühlingsvollmond“. Wann genau immer der ist – gibt dir ein Mondkalender vor.

WAS HAT ES MIT DEM EI UND DEM OSTERHASEN AUF SICH

Der Hase war wie bereits erwähnt, der Begleiter der Frühlingsgöttin Ostara. Er symbolisiert die Fruchtbarkeit, was ja auch in der Natur schwer zu verkennen ist. Sie vermehren sich enorm 😉
Das Ei ist Sinnbild des „neuen Lebens“. Erst neulich habe ich gelesen – dass in der Winterzeit die Hühner keine Eier legen. Wußtest du das? – zumal wir ja von den Supermärkten jahrein – jahraus mit Eiern versorgt werden. Somit ging wieder ein alter Brauch verloren ;-(. Erst im Frühling beginnen die Hühner wieder Eier zu legen. Nach Erzählungen nach, war genau dies der Grund für die „Eiersuche“.
Warum bis heute der Osterhase die Eier bringt ist unbekannt.Vielmehr steht die Symbolik im Zusammenhang.
Göttin Ostara – ihr Begleiter der Hase und die Fruchtbarkeit das Ei.

WOBEI HILFT DIE GÖTTIN OSTARA DEN MENSCHEN

Die Göttin Ostara verhilft zu neuer Lebensenergie und lässt das innere Feuer des Menschen wieder leuchten. Ihre Kräfte verhelfen zu Wachstum, Reinigung, Erneuerung, Leben und erwecken die Lebensgeister. Alsbald der Frühling erwacht, verspüren auch die Menschen ihre kraftvollen Energien.

  • Ideen sprießen und lassen sich leichter umsetzen
  • Alles zieht nach draußen und schöpft Kraft aus der Natur
  • Die Schaffenskraft nimmt zu und begeistert der Umsetzung
  • Orientierung auf das Neue
  • Freude und Lebenslust wird gesteigert

Die Kraft der Göttin Ostara verhilft den Neuanfang und lässt das eigene Licht nach außen strahlen. Die Gedanken werden ins Positive gelenkt und schenken der Ausstrahlung mehr Leichtigkeit.

Die Menschen lenken ihre Aufmerksamkeit wieder mehr auf ihr Äußerliches und ernähren sich gesünder. Wollen auch ihren Körper von den Winterschlacken befreien, reinigen auch gründlich ihr Zuhause und misten aus, was sie belastet.

Das Fest Ostara ist für die Erneuerung wie geschaffen und löst die dunklen Schatten in Licht auf.

WARUM WERDEN DIE EIER BUNT GEFÄRBT

Auch dieser Brauch reicht weit bin ins Mittelalter zurück. Die Grundfarbe des Eier färbens lag in der Roten Farbe. Rot symbolisiert das Leben und die Fruchtbarkeit. Um die Eier haltbar zu machen – kochte man sie hart und um sie von den anderen Eiern unterscheiden zu können, wurden sie eben mit roter Pflanzenfarbe eingefärbt.

Ostereier mit Naturfarben färben

OSTEREIER MIT PFLANZENFARBE FÄRBEN

DU BRAUCHST

  • Rosenblätter – färben Grün
  • Malven – färben Grau
  • Braune Zwiebelschalen – färben Rot – Orange
  • Gelbwurz = Kurkuma – färbt tiefes Gelb
  • weiße Eier
  • Essig
  • Wasser
  • Töpfe

UND SO GEHT´S

Gelbwurz im Wasser auflösen und aufkochen – Rosenblätter zerkleinern, in ein Teesackerl geben und aufkochen – Braune Zwiebelschale zerkleinern in ein Teesackerl geben und aufkochen – Malven in ein Teesackerl geben und aufkochen lassen.In alle Töpfe einen Schuß Essig geben. Eier mit Essig abwischen (es geht damit auch der rote Stempel ab) 10 – 12 Minuten darin kochen lassen und über Nacht darin liegen lassen.

Osterlämmchen selber backen

Auch das Lämmchen gilt als Symbol des Lebens. Es gibt uns Milch – Käse und auch Fleisch. Außerdem gibt es die wertvolle Wolle. Das Lamm wird oft mit dem Brauch von Ostern herangezogen bzw. gilt das Lamm als Opfertier. Der Ausdruck Opfer gefällt mir so gar nicht – deshalb bezeichne ich es als „Geschenk“ Das Oster – Lämmchen wird in jeglicher Form verschenkt.

DU BRAUCHST

  • 2 Eier
  • 110 g Zucker
  • 120 g Butter
  • 160 g Mehl 
  • 1 EL Backpulver

UND SO GEHT´S

Eiweiß zu Schnee schlagen. Dotter und Butter schaumig rühren. Danach das Mehl und das Backpulver unterheben und bei 180° ca. 45 Minuten backen.

Gebildbrot backen zu Ostern

WAS IST EIN GEBILDNBROT UND WARUM MACHT MAN ES

Gebildbrot ist wie der Name schon sagt ein „Bild“ – Brot. Also ein Brot in Symbol gelegt. Zu Ostara ist es Brauch, ein solches in Form von einer Sonne – einem Kranz oder Hasen zu backen.
Ein Gebildbrot zu backen ist aus tratitionellem Anlass und wird oft verschenkt.

DU BRAUCHST

  • 2 Eier
  • 100 g Zucker
  • 125 g Butter
  • 250 g Mehl 
  • 125 g Milch
  • 1 Pkg.Trockenhefe
  • Rosinen
  • 2 EL Rum

UND SO GEHT´S

1 Eigelb, verquirlt mit etwas Milch, zum Bestreichen

Wer mag: Zuckerglasur und Hagelzucker zum Verzieren, gekochte & gefärbte Ostereier.

  • Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. 1 TL Zucker hinzugeben. Restlichen Zutaten in die Milch einrühren und mit Mehl zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zugedeckt ca. 30 Minuten auf die doppelte Menge gehen lassen.
  • Den Teig in Kränze, Ringe, Kreuze, Hefezöpfe, Hasen oder andere verschlungene Gebilde formen, auf das mit Backpapier ausgelegte Blech geben, nochmals etwas gehen lassen und mit dem verquirlten Eigelb glasieren. Bei Bedarf mit Hagelzucker bestreuen. Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Min. bei 180° goldbraun backen.
  • Ein großer Hefezopf aus dieser Teigmenge dauert ca. 45 Minuten. Bei mehreren kleineren Gebäckstücken verringert sich natürlich die Backzeit.

PALMBUSCHERL UND SPEISEWEIHE

Auch das Palmbuschen binden und die Osterweihe war, bevor sie auf den Palmsonntag verlegt wurde, ein heidnischen Ostergebrauch und findet christlich immer einen Sonntag vor Ostern statt.

Rund um einem dickeren Ast werden Bux, Thujen, Haslenuss, Weidenkätzchen, Wacholder, Illex, Eibe, Eiche und Efeu zu einem Buschen gebunden.

Mit bunten Maschen und Bändern aufgehübscht.
Die geweihten Zweige sollten nicht nur das Haus vor Blitz und Feuer schützen, sondern wurden auch mit den Schalen der Ostereier und den Kohlen der Osterfeuer in den Ecken der Felder eingesteckt oder vergraben, um diese fruchtbar zu machen.

Die Segnung der Speisen ist auch in unser Heim eingezogen. Wir zelebrieren diesen Brauch schon jahrelang und ist in unserer Familie zur Tradition geworden. Eier – Gebildbrot – Osterlämmchen – Kren – Salz – Brot – Kräuter und immer auch etwas persönliches dürfen mit in den Korb. Mit dieser Speiseweihung wird auch das Ende der 40 Tage Fastenzeit eingestimmt. (Aschermittwoch – Karsamstag)

Osterstrauch

OSTERSTRAUCH

Noch ein Brauch ist es – kurz vor Ostern kahle Sträucher mit bunten Eiern zu schmücken. Um sie ins Haus zu holen, sammelte man Palmkätzchen (Bitte nimm davon nur sehr wenige und lasse sie für die Bienen stehen!)
Auch Haselzweige – Birkenzweige oder Kirschzweige wurden geschmückt.

Meistens zum „Gründonnerstag“ wo auch der Spinat gerne gegessen wird.

Kennst du die 9 Kräutersuppe?

KRÄUTERSUPPE

DU BRAUCHST

  • Bärlauch
  • Veilchen
  • Schlüsselblumen
  • Gundermann/Gundlrebe
  • Scharbockskraut
  • Brennnessel
  • Giersch
  • Ehrenpreis
  • Beinwell
  • 1/2L Gemüsesuppe
  • 1 Zwiebel
  • 2 Kartofferl
  • 2 Karotten
  • 1 EL Öl
  • Kräutersalz

UND SO GEHT´S

Zwiebel in Öl anschwitzen, mit Gemüsesuppe ablöschen. Klein geschnittene Kartoffel und Karotten zugeben. Kochen lassen, bis diese weich sind. Kräuter grob schneiden, anschließend pürieren. Mit Kräutersalz würzen und mit ein paar kleinen Blüten garnieren. 

RITUAL ZU FRÜHLINGSBEGINN

Aus großer Dankbarkeit, dass die Natur wieder erwacht und uns Menschen den Weg weist, kannst du ein kleines Dankbarkeits- Ritual machen.
Besuche in der Natur einen Kraftplatz ,setzte dich im Schneidersitz auf den Boden, damit du Mutter Erde sehr nahe sein kannst. 

Die Hände strecke nach oben, um dich auch mit Vater Himmel zu verbinden. Schließe dabei deine Augen und versuche dir klar vorzustellen, wohin dich dein Herzenswunsch trägt.
Die Bilder vor deinem Auge werden immer deutlicher, denn nichts und niemand kann dir klarer verdeutlichen, wohin dich dein Ziel bringt.

Du spürst nichts bei einem Ritual?

Schau nochmal ganz genau hin und gib dem „NICHTS“ einen Wert

  • Was ist das Nichts?
  • Was macht es mit dir?
  • Welches Gefühl schenkt es dir?

Ganz  tief in deinem Herzen spürst auch du die Kraft deiner Intuition. Lass ihr freien Lauf – es versucht dir etwas mitzuteilen!

Nimm die Hilfe an, es weißt dir den Weg zu deiner Herzensangelegenheit. Mit all den Höhen und Tiefen wird es dich begleiten.

Mache dieses Ritual immer wider, das lehrt dich DEINEN Weg zu DIR selbst zu finden.

Du bekommst nach und nach klarere Bilder und sehe es als Geschenk an dich selbst.

Öffne wieder deine Augen, atme tief durch –  bevor du dich von deinem Kraftplatz abwendest.

Deine Visionen werden nach und nach lebendiger, sofern du sie einfach nur lebst

Voller Kraft und Zielstrebigkeit gehe diesen Weg weiter. Es ist ein Ritual, dass du immer wieder machen kannst, doch im Frühling hat es eine sehr starke Bedeutung und Wirkung. Es ist ein Fest des erwachenden Frühlings und des Erwachen in DIR selbst!

In diesem Sinne wünsche ich dir frohes Schaffen für dein Osterfest – viele freie Stunden, die du in der Natur verbringen darfst und auf der Suche nach DEINEM Weg ins ICH.

Ostara als Podcast hören

Wie feierst du Ostern oder feierst du Ostara? Schreibe mir gerne in den Kommentaren!

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