Samen richtig sammeln – trocknen – aufbewahren

Samen richtig Sammeln-Trocknen-Aufbewahren

Samen richtig sammeln - hilfreiche Tipps

 

Das Sammeln von Samen ist so einfach wie die Kräuter-Ernte selbst. Hilfreiche Tipps zum Samen richtig Sammeln-Trocknen-Aufbewahren. Saatgut gewinnen.

Samen richtig sammeln - So einfach gehts!

Hilfreiche Tipps zum Sammeln-trocknen und aufbewahren. Saatgut gewinnen.

Samen selber ernten

 

Nach der Blüte sind Heilpflanzen und CO bereit Samen auszubilden.

Samen selber zu ernten hat viele Vorteile:

 

  • Kosten sparen!
  • Gezielt Heilpflanzen-Kräuter aussuchen, die du haben möchtest und nimmst nicht die Sorten, die gerade am Markt sind!
  • Im positiven Sinne von Mutter Erde handeln!
  • Du steckst deine ganze Energie und Aufmerksamkeit in die magische Tätigkeit!

 

Der richtige Zeitpunkt für das Sammeln von Samen

 

Was du beachten musst:

Die Samen sollen am Besten richtig reif sein! Reif sind sie, wenn die Pflanze schon fast am verwelken sind. Sprich, wenn die Samenkapseln aufgeplatzt sind – die Blütenköpfe „braun“ geworden sind oder die Samen gerade noch an den verwelkten Blüten haften bleiben. ZB. Löwenzahn, Habichtskraut, Klette, Distel usw.

Die Farbe der Samenstände ist meist hell bis dunkelbraun oder auch schwarz - je nach Sorte.

Manche Samen lassen sich einfach aus dem Samenstand herausschütteln, andere müssen einzeln abgezupft oder zuerst aus ihren Hüllen gelöst und von der Spreu getrennt werden.

Keine Sorge, wenn deine Samen noch nicht komplett reif sind. Denn noch grüne Samen können nach der Ernte noch nachreifen. Z.B. in einer luftdurchlässigen Papier-Tüte.

 

Die Blumensamen – Heilpflanzensamen oder Gemüsesamen haben eines gemeinsam:

Alle Samen sollen bei trockenem Wetter geerntet werden, damit die Fäulnis verhindert wird.

 

Ebenso gilt:

Feine Samen, wie z.B. vom Beifuß – die sind übrigens winzig klein, müssen unbedingt bei völliger Windstille gesammelt werden, damit sie nicht davon fliegen und dort keimen, wo du sie grundsätzlich nicht haben möchtest.

Auch das Eisenkraut – der Blutweiderich – das Herzgespann oder das Weidenröschen haben sehr kleine Samen, die sich gerne verbreiten!

Samen richtig Sammeln-Trocknen-Aufbewahren

So sammelst du Samen richtig

 

Die reifen Samen werden entweder aus dem Samenstand gebeutelt oder du schneidest die Samenstände direkt ab.

 

Wenn du nach der ersten Variante vorgehst, so halte direkt unter dem Frucht-Samenstand eine Tüte bereit, damit die Samen hineinfallen können. Insbesonders bei Brennessel-Samen ist das sehr ratsam 😉

 

TIPP

Du kannst aber auch eine Papiertüte über den Samenstand stülpen, die Pflanze umdrehen und schütteln. So vermeidest du das Verlieren der Samen.

Schneidest du den ganzen Frucht-Samenstand ab, so stecke diese verkehrt in eine Tüte oder lasse sie direkt in die Tüte fallen. Wie z.B. bei der Brennessel, so brennt sie dich auch nicht an deinen Fingern.

 

Wie sammelst du Samen von Springpflanzen?

 

Es gibt Pflanzen wie z.B. das Springkraut, wo es sehr schwierig wird Samen zu ernten. Denn diese springen bei geringster Berührung auf, und schleudern meterweit in die Luft.

 

TIPP

Du kannst eine luftdurchlässige Papiertüte oder eine Seidenstrumpfhose über den Samenstand binden. So springen die Samen direkt dort hinein und werden aufgefangen.

 

Samen richtig Sammeln-Trocknen-Aufbewahren

So trocknest du Samen richtig

 

Sind deine gesammelten Samen noch nicht komplett trocken, so kannst du sie:

In der Papiertüte trocknen lassen oder du trocknest sie auf einem Küchenpapier.

Dazu legst du die Samenstände oder Körner / Nüsschen an einem geschützten - trockenen Ort aus.

Hierzu kann auch die Sonne direkt draufscheinen!

Knoblauchrauke-Samen-Körner

So bewahrst du Samen richtig auf

 

Am Besten eignen sich luftdurchlässige - lichtgeschützte Materialien wie:

 

  • Papiertüte
  • Briefumschläge
  • Butterbrotpapier
  • Küchentücher
  • selbstgemachte Samentütchen
  • Streichholzschachtel
  • Tutti-Frutti-Schachtel
  • Traubenzucker-Schachtel

 

Bei der Aufbewahrung von Samen ist darauf zu achten, dass die Körner komplett getrocknet sind. Denn die geringste Restfeuchte kann dir die ganze Ernte kaputt machen und das wäre sehr schade. Mit dieser Restfeuchte werden die Samen vom Schimmel befallen, sterben ab und sind somit nicht für die nächste Ansamung geeignet.

 

Vom  Aufbewahren in Plastikbehältern rate ich dir ab, denn darin neigen die Samen ebenfalls zu schimmeln und außerdem geht im Plastik die Heilkraft der Pflanzen verloren.

 

Wenn deine Samen auch keine Restfeuchte mehr enthalten, so kannst du die getrockneten Samenkörner auch in schönen Gläsern aufbewahren.

 

TIPP

Achte darauf, dass auch der Aufbewahrungsort, Temperatur ausgeglichen und trocken ist, damit das Saatgut lange keimfähig ist.

Beschrifte deine Tüte - dein Glas oder worin immer du deine Samen aufbewahrst, damit du sie später gezielt wieder neu ansäen kannst!

Haltbarkeit & Keimfähigkeit der Samen

Wie lange sind Samenkörner haltbar

Wenn du alle genannten Ratschläge und Tipps befolgt hast, dann können deine Samen bis zu 3 Jahre lang haltbar bleiben!

Samentüten Selbermachen

Samentüten selbermachen

 

DU BRAUCHST

  • A5 großes bedrucktes Blatt - eventuell Briefpapier oder Zeitschrift
  • Schere
  • Klebestreifen
  • Stift

 

UND SO GEHT’S

1) Das Papier an den kürzeren Seiten zur Mitte falten und wieder auseinander falten.

2) Beide kürzeren Seiten zur gefalzten Linie der Mitte falten.

3) Damit die beiden Seiten beisammen bleiben, die Kanten mit Klebeband fixieren.

4) Beide unteren Ecken zur Mittellinie hinauf falten.

5) Es entsteht ganz unten einen Spitze.

6) Diese Spitze nach oben falten. Orientiere dich an dem Punkt der Seitenlinie, wo sich die Spitze faltet.

7) Falte die Ecken wieder zurück , nimm deine Tüte bei den Seitenlinien und falte den Falz nach innen.

8) Biege nun die obere und untere Ecke jeweils zur Mitte.

9) Befestige die beiden zur Mitte gefalteten Ecken.

10) Falte nun die Tüte auseinander.

11) Sodass du sie nun befüllen könntest.

11) Nach dem Befüllen deiner Tüte, beschrifte sie mit Namen und Tatum deiner Samen.

Samentüten selber basteln-Anleitung

Meine Erfahrung mit dem Sammeln von (Brennessel)Samen

 

Ich erinnere mich gerne daran, als ich anfing mit Heilpflanzen zu sprechen. Eine der ersten Pflanzen womit ich kommuniziert habe, war die Brennessel *lach*. Zum Ersten, weil sie mich bei jeder Gelegenheit gebrannt hat und zum Zweiten, als ich sie als DIE Heilpflanze erkannt habe.

Die Brennessel ist nicht nur eine Schutzpflanze, sondern eine Heilerin im wahrsten Sinne des Wortes. So vermittelte sie, dass ich ihre Samen ernten soll. Denn darin befinden sich unzählige Wirkstoffe, die für den menschlichen Körper unverzichtbar sind, um in ihrer Kraft zu bleiben.

 

Sie lehrte mich, die Brennessel von "unten nach oben" anzugreifen - abzustreifen, denn so brechen ihre Brennhaaren und können mir nicht mehr tun. Ich folge ihrer Botschaft und bevor ich sie ernte, frage und bitte ich um Erlaubnis & streife sie von unten nach oben ab. Seither brennt sie mich SELTENER als zuvor 😉

Probiere es mal aus, bitte die Brennessel um Erlaubnis, erzähle ihr warum du sie ernten willst und streife sie vor der Ernte von unten nach oben ab!

Erzähle mir gerne dein Erlebnis - ich freue mich!

Alles Liebe zu dir,

Alexandra

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