Teil 2:Wie du den Wirkstoff aus den Heilpflanzen ziehst – die häufigste Methode – Wege ins ICH mit Heilpflanzen

Teil 2:Wie du den Wirkstoff aus den Heilpflanzen ziehst – die häufigste Methode

Alexandra Skala

Die Wirkung der Pflanzen für Heilzwecke

 

Um die Wirkung aus Pflanzenteile nutzen zu können, musst du die Heilpflanzen erst sammeln um diese lösen zu können.

Es gibt verschiedene Methoden die Inhaltsstoffe der Wildkräuter zu gewinnen. Einige der häufigsten Anwendungen sind Ölauszug – Aufguss – Tinktur - Frischpflanzenauszug (Smoothie) – Kräutersalz – Hydrolat usw.

Je nach dem, welche Wirkstoffe du nutzen willst bzw. –wie dringend du diese brauchst, wirst du dich für eine geeignete Methode entscheiden.

Hierzu gibt es eine Vielzahl von Rezepturen, die ich im Rahmen eines Serien-Beitrages zeige.

 

Heute geht es um die gängiste Methode auf zwei verschiedene Arten!

 

ÖLAUSZUG - kalt

 

Du kennst Kräuteröle bestimmt für den Gebrauch in der Küche.

Dennoch finden sie auch anderwärtig ihre Wertschätzung.

 

Z.B. als Salbenöl – Massageöl – Grundlagenöl für die „gesunde Kosmetik“ – Seifen oder einfach als „Solo“ -Öl.

 

  • Zu allererst benötigst du ein reines naturbelassenes Öl. Ich nehme z.B. immer natives Bio Sonnenblumenöl. Du kannst auch Olivenöl oder Rapsöl nehmen.

 

Wichtig ist ein naturbelassenes Öl.

 

Aus den öllöslichen Inhaltsstoffen von Blüten – Blättern – Knospen – Rinden – Wurzeln und Früchten erhältst du ein hochwertiges „heilkräftiges“ Wildkräuteröl.

 

  • beliebige Pflanzenteile an trockenen Tagen sammeln. Sollten sie dennoch einmal feucht sein, kannst du sie schonend im Backofen bei 35°und offener Türe trocknen lassen.
  • Die Pflanzenteile mit einem Keramikmesser (Kräuter dürfen nicht mit metallischen Gegenständen bearbeitet werden – da ansonsten die Inhaltsstoffe sehr schnell verloren gehen) klein schneiden und in ein Schraubglas füllen.
  • Im Verhältnis 1: 5 mit Sonnenblumenöl bedecken.

 

Wichtig ist – die Pflanzenteile müssen stets mit dem Öl bedeckt sein!

 

Dies ist sehr wichtig zu beachten – da ansonsten die Pflanzenteile, die nicht bedeckt sind, verschimmeln und dadurch das ganze Öl kaputt geht. (Schimmelbildung)

 

  • Täglich wird nun das Öl in kleinen Kreisen hin und her bewegt. Nicht schütteln, wie so oft empfohlen – da ansonsten das Öl und die Pflanzenteile am Deckel kleben bleiben und dadurch wieder zur Schimmelbildung neigen. Schüttelt man lieber das Glas, so empfehle ich den Deckel IMMER nach dem Schütteln innen abzuwischen. So wirkst du der Schimmelbildung entgegen!
  • Jetzt lässt du diese Kräuter – Öl -Mischung 4 – 6 Wochen an einem warmen hellen oder kühleren dunklen Ort stehen. Kommt darauf an WELCHE Pflanzenteile du gesammelt hast.

 

Blüten – Blätter – Rinden – Knospen von Pflanzen, die in der Sonne stehen, davon stellst du den Ölauszug an einen hellen Ort.

Blüten – Blätter – Rinden – Knospen und Wurzeln von Pflanzen die im Schatten stehen, stellst du den Ölauszug an einem dunklen Ort.

 

  • Nach der Reifungszeit werden die Pflanzenteile abgefiltert. Dazu nimmst du am besten einen Emaille Trichter und einen Leinenstoff. Filtere in eine Braunglasflasche (dunkle Flasche wegen der Haltbarkeit) ab und beschrifte dein Öl mit Namen der Pflanze und Datum. Bei sauberer Arbeitsvorgehensweise – sprich, wenn du vorher alle benötigten Materialien mit Alkohol desinfiziert hast – bleibt das Öl mindestens ein halbes Jahr haltbar. Diese Haltbarkeit kann sich bis zu einem Jahr verlängern. Es kommt eben auch darauf an – welches Ablaufdatum dein z.B. Sonnenblumenöl hatte.

 

Dein hergestelltes Öl kann nicht länger haltbar sein, als dein verwendetes Basisöl!

 

ÖLAUSZUG - warm

 

Schneller geht es mit dem Warmverfahren.

Hierzu kannst du verschiedene Behältnisse verwenden.

 

Z.B einen getöpferten Rührofen oder „Salben - Kesselofen“

Im Emaille Topf kannst du die Pflanzenteile direkt darin am Herd ausziehen.

 

  • Zu allererst benötigst du ein reines naturbelassenes Öl. Ich nehme z.B. immer Sonnenblumenöl. Du kannst auch Olivenöl oder Rapsöl nehmen.

 

Auch hier gilt: Wichtig ist ein naturbelassenes Öl.

 

Aus den öllöslichen Inhaltsstoffen von Blüten – Blättern – Knospen – Rinden – Wurzeln und Früchten erhältst du ein hochwertiges „heilkräftiges“ Wildkräuteröl.

 

  • beliebige Pflanzenteile an trockenen Tagen sammeln. Sollten die dennoch einmal feucht sein, kannst du sie schonend im Backofen bei 35°und offener Türe trocknen lassen.
  • Die Pflanzenteile mit einem Keramikmesser klein schneiden und in ein Wärmebehältnis (z.B. den Kessel der mit Teelicht betrieben wird) füllen. Es geht mit jedem hitzebeständigem Behältnis, gleich ob auf Herd oder Öfchen.
  • Hier gilt die Faustregel 100ml Öl  –  2 EL geschnittene Pflanzenteile
  • Den z.B. Thymian lasse nun 2 Tage darin und erwärme ihn immer wieder mit einem kleinen Teelicht. Mit einem Holzstäbchen rührst du alles immer wieder um.
  • Nach den 2 Tagen filterst du die Pflanzenteile ab. Dazu nimmst du einen Emaille Trichter und einen Leinenstoff. Filtere in eine Braunglasflasche (dunkle Flasche wegen der Haltbarkeit) ab und beschrifte dein Öl mit Namen der Pflanze und Datum. Bei sauberer Arbeitsvorgehensweise – sprich, wenn du vorher alle benötigten Materialien mit Alkohol desinfiziert hast – bleibt das Öl mindestens ein halbes Jahr haltbar. Diese Haltbarkeit kann sich bis zu einem Jahr verlängern. Es kommt eben auch darauf an – welches Ablaufdatum dein z.B. Sonnenblumenöl hatte.

 

Dein hergestelltes Öl kann nicht länger haltbar sein, als dein verwendetes Basisöl.

 

Die fertig hergestellten - hochwertigen Kräuteröle kannst du nun „pur“ verwenden oder zu weiteren Naturpflegeprodukten verarbeiten.
Ebenso kannst du viele Kräuteröle als Würzöle verwenden.

 

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